Die Schnorcheltechnik ist einfach, erfordert aber etwas Übung. Wichtig ist, ruhig durch den Schnorchel zu atmen und nicht in Panik zu geraten, wenn Wasser eindringt. Moderne Schnorchel verfügen über Ventile, mit denen man das Wasser mit einem einzigen kräftigen Ausatmen ausstoßen kann. Beim Schnorcheln ist es wichtig, den Kopf über Wasser zu halten. Bei starkem Wellengang ist es ratsam, sich auf die Seite zu drehen und sich auszuruhen. Anfängern wird empfohlen, in geschützten Buchten ohne starke Strömung zu beginnen, und noch besser in Begleitung eines erfahrenen Tauchlehrers oder Guides.
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Unterwasserfotografie und -videografie sind aus dem Schnorcheln nicht mehr wegzudenken. Heutzutage reichen schon einfache Action-Kameras in wasserdichten Gehäusen aus, um spektakuläre Momente festzuhalten. Dabei ist es wichtig, die Regeln zu beachten: Korallen und Tiere nicht berühren, Blitzlicht in der Nähe vermeiden und Fische nicht füttern. Die besten Aufnahmen gelingen, wenn man ruhig bleibt und den Riffbewohnern Zeit gibt, sich an die eigene Anwesenheit zu gewöhnen. Manche Arten, wie zum Beispiel Putzerfische, schwimmen sogar näher, wenn man keine plötzlichen Bewegungen macht.
Nachtschnorcheln ist ein besonderes Erlebnis. In warmen Meeren verwandelt sich das Riff nach Sonnenuntergang: Fische, die sich tagsüber in Spalten versteckt haben, kommen zur Jagd hervor, Krebstiere werden aktiv und die Korallen entfalten ihre Tentakel. An manchen Orten, wie der Hanauma Bay auf Hawaii, werden spezielle Nachttouren mit Taschenlampen angeboten. In britischen Gewässern erfordert Nachtschnorcheln mehr Erfahrung und einen wärmeren Neoprenanzug, ist aber dennoch möglich, insbesondere in den Sommermonaten, wenn sich das Wasser auf 15–17 °C erwärmt.
Schnorcheln ist eine ideale Aktivität für Familien mit Kindern. Kinder können schon ab 5–6 Jahren damit beginnen. Wichtig ist dabei, flache Buchten ohne Wellen oder starke Strömungen zu wählen. Viele Resorts bieten Kindermasken und Schwimmwesten an, damit die Kleinen nicht untergehen. Über Korallengärten zu schwimmen, die von Schwärmen bunter Fische wimmeln, ist ein unvergessliches Erlebnis für Kinder und weckt oft eine lebenslange Liebe zur Natur.
Die Sicherheit beim Schnorcheln sollte niemals unterschätzt werden. Jedes Jahr kommt es zu Unfällen, meist aufgrund von Hyperventilation (Luftanhalten nach tiefen Atemzügen) oder Zusammenstößen mit Booten. Verwenden Sie immer eine gut sichtbare Boje oder Flagge. Schwimmen Sie nicht allein, insbesondere nicht in unbekannten Gebieten. Wenn Sie müde werden, kehren Sie am besten ans Ufer zurück. Berühren Sie niemals unbekannte Tiere – viele Fische und Korallen können giftig sein.
Schnorcheln vermittelt ein Gefühl von Freiheit, das nur mit dem Fliegen vergleichbar ist. Sie schweben über Korallengärten und beobachten, wie das Leben seinen eigenen Gesetzen folgt. In solchen Momenten verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Ozean und hinterlassen nur pures Staunen. Viele, die einmal geschnorchelt haben, wenden sich schließlich dem Gerätetauchen zu, um tiefer und länger einzutauchen. Doch auch diejenigen, die an der Oberfläche bleiben, entdecken eine wundersame Welt.
