Schnorcheln: Die Kunst, die Unterwasserwelt ohne Tauchausrüstung zu entdecken

von Detlef Roth

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Schnorcheln ist die einfachste Art, die Unterwasserwelt zu erkunden. Sie brauchen weder teure Kurse noch sperrige Tauchflaschen oder Zertifizierungen. Maske, Schnorchel und Flossen genügen, und schon nach wenigen Minuten im Wasser befinden Sie sich in einer Welt voller Fische, Korallen und – mit etwas Glück – Schildkröten oder Delfinen. Für viele Briten ist Schnorcheln der erste Schritt zur Liebe zum Meer und später zum Tauchen. Und obwohl das Mittelmeer nach wie vor ein Klassiker ist, gibt es fantastische Schnorchelplätze viel näher.

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Die richtige Ausrüstung ist entscheidend für Komfort und Sicherheit. Die Maske sollte schnorcheldicht sein und eine perfekte Abdichtung gewährleisten; ein Silikonrand sorgt für absolute Wasserdichtigkeit. Der Schnorchel sollte ein Ablassventil am unteren Ende und idealerweise ein Silikonmundstück haben, um Reibung zu vermeiden. Flossen sollten so eingestellt sein, dass sie über Ihre Stiefel passen (besonders an felsigen Küsten). Viele Anfänger vergessen einen Neoprenanzug: Selbst in den warmen Tropen schützt er vor Sonne, Quallen und Kratzern, und in britischen Gewässern ist Neopren sogar im Sommer unerlässlich.

Die besten Schnorchelplätze der Welt sind längst bekannt. Die Malediven mit ihrem kristallklaren Wasser und den flachen Atollen bieten direkten Zugang zum Riff vom Strand aus. Das Rote Meer in Ägypten ist berühmt für seine Korallengärten, in denen man eine Vielzahl von Falterfischen, Drückerfischen und sogar Schildkröten beobachten kann. Das Belize Barrier Reef – das zweitgrößte der Welt – beeindruckt mit seiner Größe und dem Reichtum an Meereslebewesen. Auf Hawaii, insbesondere in der Honaunau Bay, kann man zwischen Grünen Meeresschildkröten schwimmen, ohne sie zu stören. Und auf den Philippinen, in der Apo Bay, begegnen Schnorchler Schwärmen von Papageifischen und, mit etwas Glück, Walhaien.

Doch Schnorcheln beschränkt sich nicht nur auf exotische Orte. Auch vor der Küste Großbritanniens gibt es fantastische Schnorchelreviere. Cornwall, insbesondere die St. Ives Bay und die Scilly-Inseln, bieten kristallklares Wasser, in dem man Schwämme, Anemonen, Seesterne und sogar kleine Rochen beobachten kann. In Schottland, auf den Hebriden, begegnen Schnorchler Robben, die neugierig auf einen zuschwimmen. Und in Dorset, in der Kimmeridge Bay, kann man flache Riffe erkunden, die von einer vielfältigen Flora und Fauna wimmeln. Es ist wichtig, die Gezeiten und Strömungen zu beachten, die in britischen Gewässern stark sein können.

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